Wenn Sie an einer anderen Schule vor demselben Problem stehen: Nehmen Sie sich, was Sie brauchen. Es ist quelloffen, es gibt nichts zu bezahlen und niemanden um Erlaubnis zu fragen.
Was Sie hier bekommen, ist kein Produkt und kein Angebot mit Unterstützung. Es ist der ehrliche Werkstattbericht einer Elterninitiative, die sich das selbst gebaut hat.
Die Vorlage für eine Klassenseite: github.com/fws-maschsee/klassen-website-template
Eine Copier-Vorlage — Copier ist ein Werkzeug, das aus einer Vorlage plus ein paar beantworteten Fragen ein fertiges Projekt erzeugt. Eine weitere Klasse bekommt damit in Minuten ihre Website: Astro 5, Shipyard, geschützte Inhalte, Bau- und Auslieferungsautomatik, fertige Kubernetes-Manifeste.
Die Vorlage enthält außerdem, was uns Ausfälle beschert hat, mitsamt Begründung an Ort und Stelle. Wer eine dieser Vorsichtsmaßnahmen „aufräumt”, baut einen Ausfall nach, den es schon einmal gab. Die zwei teuersten:
@levino/*-Pakete statt "*". Eine
freie Auflösung zieht eine Version, die eine neue Astro-Hauptversion
voraussetzt, und der Bau bricht mit einer Fehlermeldung, die in eine ganz
andere Richtung zeigt.npm ci --omit=dev statt npm install im Abbild. Sonst enthält das
ausgelieferte Abbild andere Versionen als die geprüften — und der Server
stirbt beim Start mit einem fehlenden Modul, das lokal immer da war.Die Organisation mit allem Übrigen: github.com/fws-maschsee
Das Infrastruktur-Archiv ist inzwischen privat — nicht wegen der Betriebsgeheimnisse, sondern weil dort Betriebsdetails eines laufenden Systems stehen. Wenn Sie hineinsehen möchten, fragen Sie; wir zeigen es.
Ein Anmeldedienst für alles, nicht einer pro Anwendung. Der Aufwand fällt einmal an, die Ersparnis bei jeder weiteren Anwendung. Und beim Weggang einer Familie gibt es genau eine Stelle, an der der Zugang endet.
Eine getrennte Einheit pro Klasse, nicht eine Rechtevergabe pro Seite. Trennung durch Struktur statt durch Einstellungen. Eine Einstellung kann man vergessen zu setzen; eine Struktur nicht.
Inhalte als Textdateien, nicht in einer Datenbank. Eltern bearbeiten sie über eine Weboberfläche, ohne etwas zu installieren. Jede Fassung bleibt erhalten. Und wenn das ganze System morgen verschwände, blieben die Inhalte lesbar.
Personenbezogene Daten ausdrücklich NICHT in die Versionsverwaltung. Die wichtigste Regel von allen. Was einmal in einer Versionsgeschichte steht, bekommt man praktisch nicht mehr heraus — es steckt in der Historie, in jeder Kopie, in den Sicherungen. Mit dem Recht auf Löschung ist das unvereinbar. Personenbezogene Daten gehören in eine Datenbank, aus der man sie löschen kann. Ausführlich steht das im Datenschutz-Abschnitt.
GitOps statt Handarbeit auf dem Server. Kostet am Anfang mehr. Zahlt sich in dem Moment aus, in dem jemand anders übernehmen soll — und dieser Moment kommt bei einem Elternprojekt garantiert.
Domains nach der Klasse benennen, nicht nach der Lehrkraft. Unsere Vorgänger-Domains trugen den Namen der Klassenlehrkraft. An einer Waldorfschule wechselt die Klassenlehrkraft; die Adresse aber steckt dann schon in Lesezeichen und Kalender-Abos und lässt sich nicht mehr ändern. Benennen Sie nach der Klasse.
Und auf einer öffentlichen Projektseite gar keine konkreten Klassen nennen. Wer dort Klassennamen, Lehrkräfte und die Hostnamen der geschützten Seiten aufführt, gibt preis, welche Klasse welche Inhalte unter welcher Adresse liegen hat — über Menschen, die niemand gefragt hat. Die Zugriffskontrolle bleibt zwar wirksam, aber die Zuordnung selbst gehört nicht ins offene Netz. Die Zahl der beteiligten Klassen trägt das Argument vollständig; der Name trägt nichts bei.
Alte Adressen dauerhaft weiterleiten. Kalender-Abos brechen sonst still. Niemand merkt es, bis Termine fehlen.
Klären Sie früh, wem das gehört.
Ein Elternprojekt hat ein eingebautes Ablaufdatum: Die Kinder werden fertig, die Eltern gehen. Wenn bis dahin nicht geklärt ist, wer den Betrieb übernimmt, steht die Schulgemeinschaft eines Tages vor einem Dienst, den alle benutzen und niemand verantwortet.
Machen Sie von Anfang an unmissverständlich klar, dass es kein Angebot der Schule ist — im Namen, in der Adresse, auf jeder Seite. Und suchen Sie parallel das Gespräch mit denen, die es einmal übernehmen könnten. Nicht erst, wenn es fertig ist.
Fragen? Schreiben Sie uns. Auf Fragen von anderen Schulen antworten wir gern und ausführlich.