Für Schulleitung, Vorstand und Geschäftsführung

Dieser Abschnitt ist für die Menschen geschrieben, die am Ende unterschreiben müssen. Er ist deshalb nüchtern und beantwortet die Fragen, die aus dieser Richtung kommen: was es kostet, was es an Arbeit macht, wie eine Übernahme abliefe und wie man wieder herauskäme.

Die Schule könnte das übernehmen. Wir zeigen den laufenden Betrieb, erklären, was er braucht, und übergeben vollständig. Levin Keller begleitet die Übernahme.

Was kostet das?

Der laufende Betrieb ist der überraschendste Teil dieser Rechnung.

PostenKosten
Server (netcup VPS Lite 2 G12s, 4 vCPU, 8 GB RAM, 160 GB SSD)rund 8 € brutto im Monat
Alle Programme darauf0 € — durchgehend quelloffen, keine Lizenzen
Zusätzliche Klasse oder Anwendung0 € — es ist Platz da
Domainsgering, aber nicht null; hängt davon ab, welche Adressen behalten werden
GitHub (Ablage der Inhalte und automatische Auslieferung)derzeit im kostenlosen Rahmen

Zusammen rund zehn Euro im Monat — für die gesamte Schule, nicht pro Klasse. Keine Lizenzen, keine Nutzergebühren, keine Staffelpreise.

Warum weitere Klassen und Anwendungen praktisch nichts kosten: Mit allem, was heute läuft — Anmeldedienst mit eigener Datenbank, Mailinglisten, zwei Klassenseiten und die gesamte Grundausstattung —, lag die Rechenlast am 4. August 2026 bei 4 bis 5 % und der belegte Arbeitsspeicher bei rund 43 %. Den Arbeitsspeicher belegt fast vollständig die Grundausstattung, die nicht mitwächst; eine weitere Klassenseite braucht davon rund 50 MB. Da ist Luft für ein Vielfaches. Gemessen wurde mit kubectl top; die Aufschlüsselung steht im Technik-Abschnitt.

Was in dieser Rechnung nicht steht — und das ist der ehrliche Teil: Arbeitszeit. Aufbau und Betrieb sind bisher unbezahlte Elternarbeit. Wenn die Schule übernimmt, muss sie entscheiden, wer diese Zeit aufbringt: jemand aus der Verwaltung mit ein paar Stunden im Monat, ein Dienstleister mit einem Wartungsvertrag, oder weiterhin Ehrenamt — dann aber mit einer klaren Absprache statt stillschweigend. Der Betrieb ist bewusst so gebaut, dass er wenig Zuwendung braucht; er braucht aber nicht null.

Wer ist heute wofür zuständig?

Für die Inhalte die Eltern, die sie schreiben. Für den Betrieb eine Privatperson: Levin Keller. Nicht die Schule — sie hat das Projekt weder beauftragt noch geprüft, und darum steht -test in der Adresse, solange das so ist.

Datenschutzrechtlich wäre die Schule bei einer Übernahme Verantwortliche im Sinne der DSGVO. Was dafür fehlt, steht ungeschönt am Ende des Datenschutz-Abschnitts: ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, ein abgenommenes Sicherungs- und Löschkonzept, ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten, eine förmliche Datenschutzerklärung.

Was passiert, wenn die Eltern weg sind, die das gebaut haben?

Die naheliegendste Frage, und sie hat eine Antwort. Der Aufbau hängt derzeit im Wesentlichen an einer Person. Was ihn davon unabhängig macht, ist bereits gebaut und keine Absichtserklärung:

  1. Alles ist aus Aufzeichnungen reproduzierbar. Wie der Server eingerichtet ist, steht vollständig als Text in einem Archiv — nicht in jemandes Kopf und nicht als Klickfolge in einer Oberfläche. Aus diesen Aufzeichnungen lässt sich der Server auf einer neuen Maschine neu aufbauen. Das ist der eigentliche Unterschied zu „der Vater aus der 4b hat da mal was eingerichtet”.
  2. Es ist dokumentiert, nicht nur gebaut. Zu jedem nicht offensichtlichen Schritt gibt es eine Anleitung, und zu jeder Störung, die es gab, eine Aufzeichnung, was die Ursache war und was dagegen unternommen wurde. Damit kann eine fremde Fachkraft übernehmen, ohne bei null anzufangen.
  3. Es gibt eine Vorlage für den Nachbau. Eine weitere Klassenseite entsteht nicht durch Nachbauen von Hand, sondern aus einer fertigen Vorlage in wenigen Minuten. Damit hängt auch das Hinzufügen einer Klasse nicht an einer Person.
  4. Es sind lauter Standardbausteine. Nichts hier ist eine Eigenbau-Lösung, die nur ihr Erfinder versteht. Es sind verbreitete, quelloffene Werkzeuge, für die es einen Markt an Dienstleistern gibt. Wer diesen Betrieb übernehmen soll, muss nicht dieses Projekt kennen, sondern seinen Beruf.
  5. Nichts ist eingeschlossen. Die Inhalte sind schlichte Textdateien. Auch wenn morgen alles Übrige verschwände, blieben Protokolle, Berichte und Unterlagen lesbar — mit jedem Texteditor.

Was das trotzdem nicht ersetzt: eine zweite Person, die es kann. Genau die kommt mit einer Übernahme dazu.

Wie würde eine Übernahme praktisch ablaufen?

In dieser Reihenfolge, und jeder Schritt ist einzeln abbrechbar:

  1. Ansehen. Ein Gespräch, in dem wir zeigen, was läuft und wie. Ohne Vorbedingung, ohne Erwartung an eine Zusage.
  2. Prüfen lassen. Die Schule schaut selbst oder mit ihrer Datenschutzbeauftragten und einer IT-Fachkraft darauf. Wir liefern die Unterlagen; Einwände sind willkommen und werden nicht wegdiskutiert.
  3. Verträge auf die Schule umstellen. Server, Domains und der Auftragsverarbeitungsvertrag laufen dann auf die Schule statt auf eine Privatperson. Datenschutzrechtlich wird die Schule Verantwortliche.
  4. Zugänge übergeben. Server, Ablagen, Anmeldedienst, Domains — an die Personen, die die Schule benennt.
  5. Nebeneinander laufen. Eine Übergangszeit, in der wir weiter erreichbar sind, während die Schule den Betrieb übernimmt.
  6. Die Adresse ändern. Erst jetzt, wenn es tatsächlich ein Angebot der Schule ist, verliert die Domain ihr -test. Die alten Adressen leiten weiter, damit keine Lesezeichen und keine Kalender-Abos brechen.

Für all das gibt es keine Rechnung, keine Lizenz und keine Bedingung. Es ist kein Angebot, aus dem jemand ein Geschäft machen will.

Wie kommen wir wieder heraus, wenn wir es nicht mehr wollen?

Das ist die Frage, die bei Software zu selten gestellt wird und am meisten über sie aussagt.

  • Die Inhalte sind einfache Textdateien in einem verbreiteten Format. Herunterladen, fertig — es gibt kein Ausgabeformat, das jemand erst aufbekommen müsste, und keinen Anbieter, der dabei mitspielen muss.
  • Der Anmeldedienst ist quelloffen und lässt sich anderswo betreiben. Es gibt keine Vertragsbindung.
  • Der Server ist monatlich kündbar.
  • Es gibt keine Lizenz, die ausläuft, und keinen Vertrag, aus dem man sich freikaufen müsste.

Der praktische Ausstieg besteht darin, die Textdateien zu sichern und den Server abzubestellen. Das ist Absicht: Ein Projekt, aus dem man leicht wieder herauskommt, muss man nicht mit Vorsicht betreten.

Was ist der Nutzen für die Schule, nüchtern betrachtet?

  • Weniger Verstreuung. Protokolle und Unterlagen liegen an einem Ort statt in Postfächern und Nachrichtengruppen.
  • Besserer Schutz als heute. Der Ist-Zustand vieler Klassen ist ein Protokoll als E-Mail-Anhang in unbekannt vielen Postfächern, teils bei Anbietern außerhalb Europas. Ein zugriffsgeschützter Ort in Deutschland ist dem gegenüber eine Verbesserung, keine neue Baustelle.
  • Ein Zugang statt vieler. Ein Konto pro Person für alles. Beim Weggang einer Familie endet der Zugang an einer Stelle statt an fünf, von denen man vier vergisst.
  • Keine Abhängigkeit von einem Anbieter. Alles quelloffen, alles umziehbar.
  • Kalkulierbare Kosten. Rund 96 € im Jahr für den Server, mit den Domains in der Größenordnung von 120 € — unabhängig von der Zahl der Klassen.
  • Jede weitere Anwendung ist billig. Weil Anmeldung, Rechenplatz und eine Vorlage bereits stehen, kostet die nächste Anwendung Arbeitszeit und sonst fast nichts. Was auf dieser Grundlage möglich wäre — von Seiten für Arbeitsgemeinschaften bis zu Anwendungen, die Schüler
    selbst bauen und in Betrieb nehmen —, steht im Technik-Abschnitt. Gebaut ist davon nichts; die Grundlage dafür schon.

Womit müssen Sie rechnen?

  • Personalaufwand, siehe oben. Klein, aber nicht null.
  • Ein Datenschutzverfahren, das ordentlich zu Ende geführt werden muss, bevor mehr als Protokolle und Unterlagen darin liegen.
  • Erwartungen. Sobald es ein Angebot der Schule ist, erwarten Eltern, dass es funktioniert, und melden sich, wenn nicht. Das ist der Preis dafür, dass es genutzt wird.
  • Eine Zuständigkeit. Es braucht eine benannte Person oder Stelle. Ohne sie verwaist so etwas, egal wie gut es gebaut ist.

Wen sprechen Sie an?

Levin Keller, erreichbar unter post@levinkeller.de. Für Rückfragen aus der Schule stehen wir bereit — auch für kritische, auch für solche, die auf ein Nein hinauslaufen.